
So, heute wird mal die Wahrheit auf den Tisch gelegt, ohne Glitzer und rosa Tüll. Auf Instagram habt ihr euch ein #xmasbody2015 Update gewünscht, zu Recht, denn lange genug habe ich euch verschwiegen, ob die Kilos runter sind, ich mich wieder fit fühle und die Challenge läuft. Ja, die braun gebrannte Dame mit dem pinken Top bin ich, leider jedoch nicht gestern oder heute, sondern vor genau einem Jahr und zwei Monaten. Frisch aus dem Ägypten Urlaub, top motiviert bzw. diszipliniert was Sport und Ernährung angeht. Zufrieden war ich damals auf keinen Fall mit meinem Körper („…mimi…der Bauch geht einfach nicht weg, die Arme sind zu undefiniert…mimimi…„), heute träume ich davon. Ja ja, so ändert sich die eigene Wahrnehmung und vor allem: so ändern sich die Prioritäten. Heute steht an erster Stelle natürlich J.Boy und an zweiter wohl das Essen! Ich weiß, das ist hier wirklich Jammern auf ganz hohem Niveau und ich möchte niemandem auf den Schlips treten, aber bei meiner Challenge geht es ja darum, dass ich mich wieder richtig in meinem Körper wohlfühle. Und jeder Mensch hat so sein ganz eigenes Wohlfühlgewicht, seinen ganz eigenen Wohlfühlbody. Bei mir sind es aktuell noch ca. 3 Kilo mehr auf der Wage, als vor der Schwangerschaft (zwei Kilo davon sind übrigens die Brüste, nur damit ihr Bescheid wisst ;)). Das ist vollkommen in Ordnung und stört mich auch absolut nicht, eher die Tatsache, dass ich mich nicht „richtig definiert“ finde und so unfassbar gerne mal wieder eine Runde joggen würde. Joggen! Seil springen! HÜPFEN! Mir fehlt das Auspowern so richtig und meine kleinen und meist relativ kurzen (10-20 Minuten) Bauch-Beine-Po Einheiten am Nachmittag machen mich nicht wirklich glücklich, sondern eher ultra gelangweilt. Aber was soll man machen, lieber ein bisschen das Becken schonen und im Alter auf Windeln verzichten, nicht wahr?! Sport in Form von BBP ist hier also weiterhin an der 3x-pro-Woche Tagesordnung, dazu kommen viele Spaziergänge und natürlich Gewicht stemmen, J.Boy meine kleine Feder. Er findet es übrigens nach wie vor ganz nett, wenn die Mutti vor ihm rumturnt. Ich muss nur aufpassen, dass ich nach der Sporteinheit noch Haare habe und mein Gesicht nicht verkratzt ist, denn wie J.Boy euch erzählt hat, mag er Gesichter und Haare sehr gerne.

Meine Ernährung ist nach wie vor vegan und es klappt super. Letztens gab es mal eine kleine Ausnahme, aber ansonsten bin ich strikt, was mir auch sehr gut tut. Das Problem ist nur, Achtung, BIG NEWS: vegan ist nicht gleich gesund. Und hier liegt das Problem. Ich esse derzeit einfach viel zu viel Ungesundes in Form von Schokolade, Spekulatius, Riegeln, Nussmus (die Masse macht´s), Chips und Co. Manchmal habe ich so richtig Heisshunger auf all die ungesunden Lebensmittel. Das Problem ist, immerhin habe ich es erkannt, dass ich tagsüber meist sehr wenig esse und dann am Abend, wenn der Kleine im Bett ist, so richtig reinhaue. Eigentlich mag ich das Wort nicht, aber „Fressgelage“ bezeichnet es schon sehr treffend. Ich habe dann einfach das ganz dringende Bedürfnis meine Speicher wieder zu füllen, was auch vollkommen logisch ist, denn J.Boy ist häufig eine kleine Raupe Nimmersatt. Es wäre jedoch viel gesünder, wenn ich meine Mahlzeiten ordentlich über den Tag verteilen und weniger Quatsch essen würde. Ihr kennt es ja bestimmt, jeden Abend denke ich mir „Mensch Frauke, morgen wird es mal richtig gesund„, so auch heute. Wer weiß, vielleicht gelingt es mir ja ab Morgen, immerhin habe ich jetzt mal die Hosen runtergelassen und euch verraten, dass ich derzeit keine #healthyfoodqueen bin.
Ich hoffe, mein teilweise selbstironischer und ehrlicher Post hat euch gefallen und nicht verschreckt?!

































